Gedenkstätte Zwangsarbeit in Leipzig - Lesung: Natascha Wodin - „Irgendwo in diesem Dunkel“

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Donnerstag, 7. November 2019, 19:00 Uhr

Lesung: Natascha Wodin - „Irgendwo in diesem Dunkel“

in Kooperation mit dem Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig, Stiftung Sächsische Gedenkstätten, Landesamt für Archäologie Sachsen, Hannah-Arendt-Institut

Die Geschichte eines Mädchens, das als Tochter ehemaliger Zwangsarbeiter im Nachkriegsdeutschland lebt – misstrauisch beäugt und gemieden von den Deutschen, voller Sehnsucht, endlich ein Teil von ihnen zu sein –, wird aus dem Rückblick erzählt, ausgehend vom Tod des Vaters in einem deutschen Altenheim. Sein Leben, das noch in der russischen Zarenzeit begonnen hat und fast das gesamte 20. Jahrhundert überspannt, ist für die Tochter immer ein Geheimnis geblieben. Irgendwo in diesem Dunkel, hinter all dem Schweigen, sucht sie den Schlüssel zum Verstehen. Eine ungeheuerliche Geschichte der Ort- und Obdachlosigkeiten, erzählt in der klaren, um Sachlichkeit bemühten und doch von Emotion und Poesie getragenen Sprache Natascha Wodins, die ihresgleichen sucht.

Natascha Wodin, 1945 als Kind sowjetischer Zwangsarbeiter in Fürth/Bayern geboren, wuchs erst in deutschen DP-Lagern, dann, nach dem frühen Tod der Mutter, in einem katholischen Mädchenheim auf. Auf ihr Romandebüt "Die gläserne Stadt", das 1983 erschien, folgten zahlreiche Veröffentlichungen, darunter die Romane "Die Ehe", "Nachtgeschwister" und „Sie kam aus Mariupol“, für das sie 2018 den Preis der Leipziger Buchmesse erhielt.

Ort: Alte Börse, Naschmarkt 2 (Leipzig-Zentrum)
Tram 1, 3, 4, 7 10, 11, 12, 14, 15, 16 (Leipzig Hauptbahnhof), Bus 89, S-Bahnen (Leipzig, Markt)

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