Gedenkstätte Zwangsarbeit in Leipzig - Fahrradtour: NS-Zwangsarbeit in Taucha

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Samstag, 26. Oktober 2019, 14:00 Uhr

Fahrradtour: NS-Zwangsarbeit in Taucha

Mehr als 5.000 Zwangsarbeiter_innen aus unterschiedlichen Teilen Europas lebten zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Taucha. Viele von ihnen wurden in den Rüstungsbetrieben, wie der Hugo-Schneider-Aktiengesellschaft (HASAG) oder den Mitteldeutschen Motorenwerken (MIMO), zur Arbeit gezwungen. Zwangsarbeiter_innen wurden aber auch in der Landwirtschaft, bei Straßenbauvorhaben oder der Friedhofspflege eingesetzt. Dabei waren Lebensbedingungen und Unterbringung entsprechend der NS-Ideologie sehr unterschiedlich.

Die ca. vier Kilometer lange Fahrradtour durch die Kleinstadt im Nordosten von Leipzig führt die Teilnehmer_innen zu verschiedenen Orten von NS-Zwangsarbeit. Auch wenn heute kaum noch bauliche Überreste der Lager zu finden sind, soll die Auseinandersetzung mit dem System der NS-Zwangsarbeit an den jeweiligen spezifischen Orten erfolgen. Darüber hinaus wird sich dem Schicksal der Zwangsarbeiter_innen anhand von historischen und biografischen Dokumenten genähert. Die Radtour endet am Kleinen Schöppenteich, dem zentralen Erinnerungsort an die NS-Zwangsarbeit in Taucha. Dort besteht die Möglichkeit zu vertiefenden Diskussionen über Relevanz und Aktualität des Erinnerns an das öffentliche Massenverbrechen der NS-Zwangsarbeit.

Bei Regen entfällt die Tour.

Treffpunkt: Grundschule „Am Park“, An der Parthe 24, Taucha (Dauer ca. 2 Stunden)

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