Gedenkstätte Zwangsarbeit in Leipzig - Naturschutz im Nationalsozialismus - Stand des Wissens und aktuelle Konsequenzen. Vortrag von Dr. Nils Franke

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Donnerstag, 30. August 2018, 18:00 Uhr

Naturschutz im Nationalsozialismus - Stand des Wissens und aktuelle Konsequenzen. Vortrag von Dr. Nils Franke

Naturschutz wird bereits seit mehr als 100 Jahren praktiziert. In Deutschland hat die Bewegung zum Schutze der Natur ihre eigene, wechselvolle Geschichte, die – auf den zweiten Blick – präsenter ist als gemeinhin gedacht. Denn Konzepte wie Großschutzgebiete, das Schützen der Wildnis, die Tradition von Verbänden oder der Umgang mit neuen Arten in Flora und Fauna sind nicht nur „Produkte“ des aktuellen Naturschutzes, sondern über längere Zeit entstanden. Die Zeit des Nationalsozialismus war für den Naturschutz dabei in vielen Bereichen prägend.

Damit stellen sich viele Fragen: Wie verlief die Geschichte des Naturschutzes von 1933 bis 1945? Wie wirkten Personen und Konzepte in die Bundesrepublik und die DDR hinein? Lohnt diese Auseinandersetzung heute überhaupt noch? Und kann man aus der Geschichte verstehen, warum Rechtsextremist_innen sich heute sichtbar für den Naturschutz engagieren oder Flächen des Nationalen Naturerbes gezielt aufsuchen? Zieht der heutige Naturschutz daraus Konsequenzen, und wenn ja, welche?

PD Dr. Nils M. Franke ist einer der ausgewiesensten Natur- und Umwelthistoriker Deutschlands. Er lehrt an der Universität Leipzig und leitete das Wissenschaftliche Büro Leipzig. Seine Forschungsschwerpunkte sind außerdem der Nationalsozialismus und der Rechtsextremismus.

 

Veranstaltungsort: Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig, Permoserstraße 15
Tram 3, Bus 90 (Permoser-/Torgauer Straße)

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