Gedenkstätte Zwangsarbeit in Leipzig - Mahnmal Abtnaundorf

Mahnmal Abtnaundorf – Gedenkort an das Massaker von Abtnaundorf im Konzentrationslager „Leipzig-Thekla“ am 18. April 1945

Im September 1958 wurde an der Theklaer Straße in Leipzig-Abtnaundorf ein Obelisk eingeweiht. Er erinnert an eines der schrecklichsten Verbrechen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Leipzig. Mehr als 80 Häftlinge wurden hier am 18. April 1945 in einer Baracke des Konzentrationslagers "Leipzig-Thekla" verbrannt oder auf ihrer Flucht über den Stacheldrahtzaun ermordet.

Der folgende Text bietet ausführliche Hintergrundinformationen über den historischen Ort des Konzentrationslagers und das Massaker von Abtnaundorf.
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Verzeichnis der Todesopfer aus dem KZ "Leipzig-Thekla"

Umgestaltung des Mahnmals Abtnaundorf 2015-2018

In den Jahren 2015 bis 2018 hat die Stadt Leipzig den Gedenkort in Abtnaundorf umgestaltet und modernisiert. Gemeinsam mit anderen Leipziger Vereinen und Einzelpersonen haben wir diesen Prozess initiiert und begleitet.

So konnten 2017 zwei Informationstafeln vor dem Mahnmal eingeweiht werden, auf denen die Hintergründe des „Massakers von Abtnaundorf“ in sechs Sprachen beleuchtet werden.
2018 wurde außerdem auf dem Weg vor dem Obelisken eine künstlerische Installation eingeweiht – insgesamt 208 stählerne Stäbe, in die alle bekannten Namen und Daten der Opfer eingestanzt sind. Die Namen werden damit im öffentlichen Raum sichtbar gemacht, die Toten individualisiert. Bei den jährlichen Gedenkveranstaltungen werden die Opfer nun so symbolisch in die Mitte der Teilnehmenden genommen.

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Faltblatt: Informationen über die geplante Umgestaltung des Mahnmals in Leipzig-Abtnaundorf (Stadt Leipzig, Kulturamt, 2015) in deutsch, englisch, polnisch und russisch > Download (PDF)

Pressemitteilung: Mahnmal Abtnaundorf – Opfer erhalten Namen zurück – künstlerische Installation wird am 27. Januar eingeweiht (Gedenkstätte für Zwangsarbeit, 2018) > Download (PDF)

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