Gedenkstätte Zwangsarbeit in Leipzig - „Zurück ins Leben. Das internationale Kinderzentrum Kloster Indersdorf 1945-46“ und jugendliche Zwangsarbeiter bei der HASAG. Lesung mit Anna Andlauer

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Montag, 29. Januar 2018, 18:00 Uhr

„Zurück ins Leben. Das internationale Kinderzentrum Kloster Indersdorf 1945-46“ und jugendliche Zwangsarbeiter bei der HASAG. Lesung mit Anna Andlauer

Im Juli 1945 wurde im bayerischen Kloster Indersdorf bei München das erste internationale Kinderzentrum der US-Zone eingerichtet, ein Waisenhaus für entwurzelte jüdische wie nichtjüdische Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Nationalitäten. Befreite der Konzentrationslager, ehemalige Zwangsarbeiter_innen, Kinder von Zwangsarbeiterinnen – junge Menschen, welche unter den furchtbaren Bedingungen des Zweiten Weltkriegs und des Holocaust überlebt hatten und denen jetzt geholfen werden musste, ihren Weg zurück ins Leben zu finden.

Viele Jahrzehnte später spürte die Autorin mehr als 100 dieser jungen Überlebenden von damals in aller Welt wieder auf – auch fünf Überlebende, die während des Krieges in Zwangsarbeitslagern für die Leipziger Firma HASAG gearbeitet hatten. Die Lesung stellt ihre Schicksale und den facettenreichen Alltag im Kloster Indersdorf nach Kriegsende vor.

Anna Andlauer, geb. 1950, Studium der Anglistik, Sozialwissenschaften und Kunstgeschichte, Lehrerin am Gymnasium. Seit 2008 erforscht sie das „International D.P. Children's Center Kloster Indersdorf“.

Gedenkstätte für Zwangsarbeit, Permoserstraße 15
Tram 3 (Permoser / Torgauer Straße)


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