Gedenkstätte Zwangsarbeit in Leipzig - Führungen

Führungen in der Gedenkstätte

Jeden zweiten Samstag im Monat bieten wir öffentliche Führungen durch die Gedenkstätte und über das ehemalige Firmengelämde der HASAG an. Darüber hinaus haben die Führungen wechselnde thematische Schwerpunkte.

Aktuelle Termine sind unserem Veranstaltungskalender oder unserer Facebook-Seite zu entnehmen. Alle Führungen dauern etwa 1,5 Stunden. Der Eintritt ist kostenlos. Teilnehmer_innen sollten mindestens 14 Jahre alt sein.

Für Gruppen können Führungen auch gebucht werden. Nach vorheriger Absprache bieten wir die Führungen auch auf Englisch an. Bitte wenden Sie sich bei Interesse und für eine Terminabsprache direkt an unsere Mitarbeiter_innen.

Aktuelle Angebote

Aktuell bieten wir Führungen zu folgenden Themenschwerpunkten an:

NS-Zwangsarbeit in Leipzig und bei der HASAG
Der Rundgang beginnt mit einer Einführung in das Thema Zwangsarbeit während des Nationalsozialismus, mit Fokus auf Leipzig und Umgebung. Es wird ein Überblick geboten über die Firmengeschichte und die NS-Verbrechen der HASAG, die Arbeits- und Lebensbedingungen der Zwangsarbeiter_innen sowie über den Umgang mit NS-Zwangsarbeit nach 1945.

    „Das Gesicht der Leipziger Rüstungsproduktion war weiblich.“ Das Frauen-KZ der Hasag in Leipzig.
    Im Mittelpunkt der Führung steht das im Sommer 1944 von der HASAG in Leipzig-Schönefeld errichtete KZ-Außenlager "Hasag Leipzig". Mit seinen über 5000 weiblichen Häftlingen war es das größte Frauenaußenlager des KZ Buchenwald. Die in dem Lager inhaftierten Frauen und Mädchen mussten Panzerfäuste für die HASAG herstellen.
    Die Führung beginnt mit einem kurzen Einstieg in das Thema Zwangsarbeit im Nationalsozialismus und in Leipzig. Der Fokus der Führung richtet sich auf den Einsatz weiblicher KZ-Häftlinge in der Rüstungsindustrie und der HASAG. Anhand von Biografien und Erinnerungen ehemaliger Häftlinge des KZ "Hasag Leipzig" erhalten Besucher_innen einen Einblick in die Arbeits- und Lebensbedingungen sowie Überlebensstrategien der Häftlinge. Während des anschließenden Geländerundganges wird auf das Kriegsende, die Befreiung der Häftlinge, die Strafverfolgung der Täter_innen sowie die Erinnerungskultur nach 1945 bis in die Gegenwart eingegangen.

    Zwangsarbeit und Vernichtung. Die Lager der Hasag im besetzten Polen 1939 – 1944
    Im Mittelpunkt der Führung stehen die im Zweiten Weltkrieg von der HASAG im besetzten Polen (Generalgouvernement) zur Arbeit gezwungenen mindestens 25.000 jüdischen Frauen, Männer und Kinder. Nach der Besatzung Polens durch die Deutschen hatte die HASAG an verschiedenen Orten enteignete Munitions- und Zuliefererbetriebe übernommen. In den Werken wurden 'Betriebslager' eingerichtet, in denen ab 1942 jüdische Zwangsarbeiter_innen untergebracht wurden, die die HASAG aus den 'Restghettos' des Distrikts Radom rekrutierte. Viele der Häftlinge fielen den katastrophalen Arbeits- und Lebensbedingungen in den Lagern zum Opfer.

    Alle Führungen beinhalten einen Rundgang durch die Dauerausstellung der Gedenkstätte sowie einen kurzen Geländerundgang. Im Anschluss gibt es noch Zeit für einen individuellen Besuch der Ausstellung und Gespräche.

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